Der rote Brief

Wer meinen Post von gestern gelesen hat, wird sich vermutlich fragen, was das soll: Blumensträuße? Briefe? Hä?!

Es geht dabei, ganz simple und ganz konkret, um meine ganz persönliche Vorstellung von einem guten Teaser (Teaser – ein englisches Wort, an dem einmal nicht mein anglophiles Gehirn schuld ist, sondern sämtliche Schreibratgeber in meinem Bücherregal).

Wenn Ihr schon einmal selber mit dem Gedanken gespielt habt ein Buch zu schreiben (und zu veröffentlichen), seid ihr vielleicht auch bereits auf den ein oder anderen Hinweis zu einem Thema gestoßen, dass mir persönlich Alpträume macht. Einen kleinen Hinweis, oder eine ganze Abhandlung.

Über die Unmenge nicht angefragter Manuskripte nämlich, mit denen es jeder Verlag jedes Jahr zu tun bekommt.

Laut https://www.leselupe.de/selfpublishing.php sind es zwischen 3000 und 6000 Stück:

Quelle: https://www.leselupe.de/selfpublishing.php

3000 bis 6000 Stück! JEWEILS, also PRO VERLAG!

Stellt euch das bitte Mal vor. Stapelweise DIN A4 Umschläge. Weiß auf weiß auf weiß. Schreibtische voll davon. Ganze einsturzgefährdete Umschlagberge! Mein Herz klopft jedes Mal ängstlich, wenn ich nur daran denke.

Ich meine, ehrlich jetzt, wenn etwas demotivierend ist, dann das. Da halte ich mein geliebtes, aber unwürdiges, 300-Seiten-Manuskript lieber fest an meine Brust gedrückt, rolle mich damit auf der Couch zusammen, vergieße ein paar Tränchen und such mir morgen ein neues Hobby.
Puuuhhh!

Außer … und da war die Idee!
Ich meine, was wenn im Verlag jemand gerade auf dieses Manuskript wartet. Auch wenn er (oder sie) es noch nicht kennt. Vielleicht nur so aus purer Neugier.

Aber wie mache ich den- oder diejenige darauf aufmerksam? Möglichst auf eine nette oder hübsche Art. Eine die die meisten Menschen mögen und über die niemand böse ist (ich will ja keinen vor den Kopf stoßen). Also durch die Blume gewissermaßen … oder besser: wortwörtlich.

Deshalb hatte ich zwei Blumensträuße dabei, als ich zum ersten Mal vor dem Verlagsgebäude stand (mehr dazu). Und in jedem Strauß steckte ein kleiner roter Umschlag, mit so einem Brief darin:


Hier nochmal der Text zum besseren Mitlesen:

Blumen sind nun wirklich nicht mein Fachgebiet. Diese hier dienen allerdings der Geheimhaltung. Mit dem Öffnen des Umschlages haben Sie den Magiefokus für alle notwendigen Schutzzauber aktiviert.
Betrachten Sie sich folglich als ‚eingeweiht‘ und erwarten Sie die erste Fall-Akte, nebst aller notwendigen Informationen, mit der nächsten Postkutsche.

Hochachtungsvoll
Salem Bonnfire (Hexenretter)

 

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Ein Gedanke zu „Der rote Brief

  1. Jetzt bin ich ja so ein wenig neidisch und das schlimme daran ist, ich weiß nicht mal auf wen ich da neidisch bin. Aber ich bin mir sicher, so ein Roter Umschlag hätte mir auch gefallen.

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