Jetlag im Internet

Dieses ganze Social-Media-Zeug sollte so einfach sein. Aber, wenn man meinen Zahlen glaubt (über Likes, Follower und all den Kram), bin ich richtig schlecht darin.
Und wenn ich ganz ehrlich bin, liegt es mir wirklich nicht. Einen Blog schreiben — ein „Journal“, so wie hier — das kann ich. Hinsetzen, in Ruhe nachdenken, schreiben und an euch raus schicken. Als würde ich einen Brief schreiben.

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Über die Charaktertiefe von blauen Muggelsüßigkeiten

Manchmal (ok oft) unterhalte ich mich mit meinen Romanfiguren, manchmal (noch öfter) rumoren sie bloß in meinem Hinterkopf herum und quatschen mir frech dazwischen und manchmal (ach was, immer!) glauben sie, alles besser zu wissen als ich.

Gestern waren sie sauer. So richtig sauer. Diese eingeschnappte, nachtragende Art von Persönlich-Angepisst-Sein-Sauer. Salem und Tenazius zumindest — meine Hauptfigur und sein Schriftführer.
Warum? Weil ich es gewagt hatte darüber nachzudenken, ob und in wie weit meine Figuren stereotyp sind.

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Von Schneeflocken und Desastern

Der Winter im Ruhrgebiet ist ja schon ein Desaster an sich. Zumindest für alle, die knackig kalte Winter mit ordentlich Schnee lieben.
Für die, die Schnee nicht mögen, auch. Kaum fällt nämlich mal eine Flocke, ist schon wieder Desaster, auf den Straßen und im Terminplan der Deutschen Bundesbahn.
Aber hier geht es ausnahmsweise nicht um die aktuelle Wetterlage, sondern um die akute Situation auf meinem Schreibtisch. Ebenfalls ziemlich desaströs … zum Glück.

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Maudes zuckende Öhrchen

Der Cursor blinkt und blinkt … und immer noch steht kein einziges Wort auf der ersten Seite.

Normalerweise mach ich mir um den ersten Satz einer Geschichte nicht so viele Gedanken. Das Exposé, sprich der grobe Plot-Ablauf, und das erste Kapitel entstehen irgendwie gleichzeitig. Erstmal die Rohfassung der ersten Seiten runter schreiben (so als Testgebiet für die Charaktere). Klappt gut? Plot steht? Dann wird nochmal überarbeitet und umgeschrieben, bis das erste Kapitel passt.

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Das Schreiberherz und die Heimatliebe

„Your Home is where your heart is“

Mein anglophiles Gehirn schiebt natürlich gleich einen englischen Satz an den Anfang dieses Posts. Aber mein Herz ist erstaunlicherweise völlig einverstanden.

Alle drei sind wir schon ein bisschen rum gekommen in dieser Welt. Wir sind in Rheinhessen geboren und am Niederrhein groß geworden. Wir waren eine ganze Weile lang in Nordirland und sogar in Australien unterwegs.

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Überlebensgroße Charaktere

Und ich suche schon wieder. Diesmal nicht bei Google, sondern in den Schreibratgebern auf meinem Bücherregal. Irgendwo hab ich das doch gelesen…. wo zur Hölle stand denn das?!

Während Spiderman in meinem Hinterkopf klein Boris‘ Fieberthermometer checkt, blättere ich hier und blättere da. Aber entweder bin ich zu blind oder in all den schlauen Büchern auf meinem Regal gibt es nicht ein einziges Kapitel zum Thema „überlebensgroße Charaktere“.

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Spiderman und ich auf’m Zug durch die Gemeinde

Ich musste es googeln: das Album „Fettes Brot lässt grüßen“ von der Band (Überraschung) Fettes Brot erschien 1998. Vor fast 20 Jahren.

Ich hab es nie gekauft. Ich bin überhaupt kein Fettes Brot Fan. Ich mag weder die Musikrichtung noch deutschsprachige Liedtexte sonderlich gern. Trotzdem enthält dieses Album einen Song, den ich bis heute abfeiere: „Spiderman und ich“ ( Songtext)

Überrascht es euch noch, wenn ich jetzt sage, dass ich auch kein Spiderman Fan bin?

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Von Weltklasse-Autoren und plötzlichen Erkenntnissen

Ich hab heute mal ein älteres Schätzchen aus meinem „Nicht-Tagebuch“ für euch. Aus dem Mai diesen Jahres, etwas aufpoliert für den Blog:

Eine Erkenntnis. Das Gefühl, dass die Welt wieder ein bisschen besser passt. Das plötzliche Verstehen, wie man ein Problem lösen kann, dass einen (so im Hintergrund versteckt, aber doch vorhanden) geärgert hat.

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